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In einem neuen Klassifikationsvorschlag Berg et al. Die Klassifikation besitzt eine mehrstufige Grundstruktur. In der ersten Stufe soll der Anfallstyp bestimmt werden. In der neuen Klassifikation der Anfälle Fisher et al.

Als neue Kategorie wurden Anfälle mit unklarem Beginn hinzugefügt. Die nächste Stufe ist durch die Art der Epilepsie bestimmt. Hier werden fokale, generalisierte, kombiniert fokale und generalisierte und unklare Epilepsien unterschieden. Auf der dritten Stufe steht das Epilepsiesyndrom, das durch typische Befundkonstellationen definiert ist, welche die Anfallsart, EEG und Bildbefunde und oft das Erkrankungsalter miteinbeziehen. Es werden verschiedene Ätiologien unterschieden, welche auch kombiniert verwendet werden können: Eine Tuberöse Sklerose stellt beispielsweise eine genetische und strukturelle Ursache zugleich dar.

Bei bislang symptomatisch klassifizierten Epilepsien lassen sich identifizierbare, strukturelle Veränderungen bzw. Grunderkrankungen somit differenzierter einordnen. Mit dem zunehmenden Einsatz hochwertiger bildgebender Verfahren nimmt die Gruppe der sogenannten kryptogenen Epilepsien ab, bei denen sich mit den heutigen Untersuchungsmethoden keine Ursachen finden lassen, aber eine fokale Ursache im Gehirn möglich oder gar wahrscheinlich ist von Oertzen et al.

Bislang als idiopathische Epilepsien benannte Syndrome können fokale pathophysiologische Ursachen haben oder generalisierten Epilepsien entsprechen. Bei ihnen wird vermutet oder es ist bereits nachgewiesen, dass genetische Veränderungen u.

Dennoch sollte man den Ausdruck idiopathisch nicht pauschal durch poly- genetisch ersetzen. Innerhalb der generalisierten Epilepsien wurde in der aktuellen Klassifikation der Epilepsien Scheffer et al, die Untergruppe der idiopathisch generalisierten Epilepsien, im Gegensatz zur vorherigen Version von Berg et al, , wieder eingeführt. Hierunter wurden die folgenden Epilepsiesyndrome zusammengefasst: Epilepsien sind häufige chronisch-neurologische Erkrankungen.

Die Inzidenz ist altersabhängig mit einem ersten Maximum in den ersten Lebensjahren. Sie fällt dann im Erwachsenenalter ab, steigt aber jenseits des Lebensjahres zunehmend wieder stark an, sodass im Alter die höchste altersadjustierte Inzidenz von Epilepsien zu verzeichnen ist Sillanpää et al.

Leitlinienrelevant ist vor allem die Zunahme von Epilepsien bei alten Menschen, da diese erhebliche diagnostische und therapeutische Konsequenzen haben. Hierbei wird prinzipiell zwischen lokalisationsbezogenen und generalisierten Anfällen, Epilepsien und Syndromen unterschieden. Die Prinzipien sind in Tab. Die Gründe dafür sind:. Bei beiden gibt es idiopathische oder symptomatisch-kryptogene Formen.

Bei den generalisierten Epilepsien sind die wichtigsten symptomatischen oder kryptogenen Formen das West-Syndrom und das Lennox-Gastaut-Syndrom , die eine vielfältige Ätiologie haben können. Nur das zuletzt genannte spielt im Erwachsenalter eine Rolle Antiepileptika in Tab.

Bei den idiopathischen generalisierten Epilepsien finden sich — für Leitlinien des Erwachsenenalters relevant — die Absence-Epilepsie des Schulalters, die juvenile myoklonische Epilepsie, die juvenile Absence-Epilepsie sowie die Aufwach-Grand mal-Epilepsie. Diese Epilepsieformen können ineinander übergehen bei variablen Phänotypen.

Bei den fokalen Epilepsien sind die idiopathischen Formen streng altersgebunden und gehören überwiegend in den Bereich der benignen Partialepilepsien z. Rolando-Epilepsie, idiopathische occipitale Epilepsien des Kindes- und Jugendalters. Neuerdings zählt man noch seltene familiäre fokale Epilepsien ohne Altersbindung zu dieser Gruppe, z.

Symptomatische oder kryptogene fokale Epilepsien können in jedem Teil des Gehirns, vor allem im Temporallappen, Frontallappen, Parietallappen oder Okzipitallappen entstehen. Wenn dieser genau bekannt ist, sollte dies auch im Sinne einer Syndromdiagnose spezifiziert werden, z. Die Einteilung in fokale und idiopathisch generalisierte Epilepsien ist bedeutsam, da in der Gruppe der generalisierten Epilepsiesyndrome nur wenige Medikamente gut wirksam sind und teilweise durch bestimmte Antiepileptika Anfälle sogar provoziert werden können z.

Die in dieser vereinfachten Klassifikation aufgezeigten Möglichkeiten sollten vor Therapiebeginn zur Entscheidung für ein bestimmtes Medikament genutzt werden.

Bei fehlendem Therapieerfolg muss die Klassifikation und die Diagnose überprüft werden, da die Wahl der Antiepileptika prinzipiell auf der Ebene der Unterteilung fokal versus generalisiert erfolgen soll und in dieser Konstellation Fehldiagnosen Tab. Der zeitliche Zusammenhang sollte in der Regel auf eine Woche begrenzt sein. Diese Anfälle gelten als akut-symptomatisch. Auf der anderen Seite können provozierte Anfälle auch im Rahmen einer bereits bestehenden Epilepsie auftreten.

Die Diagnostik ist entsprechend zu gestalten. Üblicherweise werden Anfälle nach Schlafentzug als provozierte Anfälle betrachtet. Untersuchungen zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit weiterer Anfälle und damit die Diagnose einer Epilepsie bei einer Provokation durch Schlafentzug der von unprovozierten Anfällen entspricht und damit deutlich höher liegt als bei ASA Lawn et al.

Der alte Begriff des Gelegenheitsanfalls sollte keine Verwendung mehr finden, da er nicht ausreichend scharf definiert ist. Ob es sich trotz der eindeutigen Phänomenologie in Form bilateral konvulsiver Abläufe pathophysiologisch um klassische epileptische Anfälle handelt, ist umstritten.

Eine medikamentöse Behandlung ist in der Regel nicht erforderlich. Ein epileptischer Anfall ist eine Reaktion des zentralen Nervensystems auf einen internen oder externen Reiz und kann für den Patienten erhebliche soziale Auswirkungen haben. Da in dieser Situation die Weichen für weitreichende Konsequenzen gestellt werden, ist eine besonders sorgfältige Diagnostik indiziert, ob es sich tatsächlich um einen epileptischen Anfall gehandelt hat.

In der Regel wird wie folgt vorgegangen werden s. Bei diagnostischer Unsicherheit hinsichtlich der Klassifikation des ersten Anfallsereignisses sollte eine Vorstellung in einer spezialisierten Einrichtung erfolgen. Die wichtigsten Differentialdiagnosen s. Hilfreich können auch eine Fotografie oder eine Handyaufzeichnung des Anfalls mit Fokussierung auf das Gesicht sein. Die Betrachtung von Videosequenzen von Anfällen anderer Patienten mit deren Einverständnis kann für Augenzeugen nützlich sein.

Da ein epileptischer Anfall Symptom einer neurologischen Erkrankung sein kann, ist neben der klinisch neurologischen Untersuchung die Suche nach einer strukturellen Veränderung im Gehirn mittels Magnetresonanztomographie MRT zwingend.

Entwickelt sich eine chronische Epilepsie, sollte bei fehlender Auffälligkeit kryptogene Epilepsie die MRT in mehrjährigen Abständen in einer speziellen Einrichtung wiederholt werden, da Läsionen die Perspektive des Patienten in Richtung chirurgische Therapie verbessern Wellmer et al.

Die Anforderungen an die Bildgebung sind bei fokalen Epilepsien besonders hoch. Computerisierte Nachbearbeitungen können, insbesondere bei kortikalen Entwicklungsstörungen z.

Die Epilepsie kann nur klinisch durch den Nachweis von Anfällen diagnostiziert werden, daher ist ein pathologisches EEG nicht beweisend für das Vorliegen einer Epilepsie. Nur eindeutige epilepsietypische EEG-Veränderungen haben diagnostische und therapeutische Konsequenzen Niedermeyer et al.

Dabei muss beachtet werden, dass ein Video-EEG nur bei häufigen Attacken mit ausreichender Wahrscheinlichkeit typische Attacken erfassen lassen wird. Allerdings kann auch das interiktuale Langzeit-EEG manchmal hilfreich sein. Der klinische Einsatz konzentriert sich zunehmend auf Intensivstationen sowie die Diagnostik und den Verlauf von Epilepsien. Diese Reduktion hat vor allem im niedergelassenen Bereich zu deutlichen Qualitätseinschränkungen geführt.

Umgekehrt entwickelt sich die Problematik falsch positiver Befunde mit entsprechenden Konsequenzen. Nur wirklich spezifische Veränderungen, die klar von Artefakten abgrenzbar sind, haben diagnostische und therapeutische Konsequenzen Niedermeyer et al.

Liquordiagnostik nach dem ersten Anfall dienen bei klinischem Verdacht Encephalitis, etc. Erste epileptische Anfälle können eine Autoimmunreaktion als Auslöser haben, welche durch entsprechende Antikörper-Diagnostik im Serum, ggf.

Prolaktinbestimmungen zum Beleg oder Ausschluss epileptischer Anfälle sollten wegen der Schwierigkeiten der Bewertung Spezialeinrichtungen vorbehalten sein, da die Gefahr von falsch positiven und falsch negativen Befunden und somit fehlerhaften Interpretationen besteht Chen et al.

Die Diagnose und ggf. Behandlung ist für die Lebensqualität der Patienten bedeutsamer als Veränderungen in der Anfallsfrequenz Gilliam, In der Arzneimittelinformation vieler Antidepressiva wird ein Hinweis auf eine erhöhte Neigung zu epileptischen Anfällen gegeben, die bei antiepileptisch unbehandelten Patienten beobachtet wurden.

Dies hält viele Ärzte davon ab, Antidepressiva bei behandelten Epilepsiepatienten einzusetzen. Die Befürchtung, dass Anfälle bei Einnahme üblicher Dosen von Antidepressiva zunehmen, ist nicht begründet Alper et al. Meist reichen geringe Dosierungen antidepressiv wirksamer Medikamente aus, um eine komorbide Depression bei Epilepsiepatienten erfolgreich zu behandeln Kühn et al.

Leider bleiben noch zu viele depressive Epilepsie-Patienten unbehandelt. In einer Fallkontrollstudie konnten lediglich einzelne Antiepileptika mit einem erhöhten Suizidrisiko in Verbindung gebracht werden, die absoluten Zahlen waren allerdings sehr gering Andersohn et al. Als Empfehlung gilt, die depressive Entwicklung zu erkennen und zu behandeln. Laut einer neuen Studie tragen psychiatrische Komorbiditäten zur Pharmakoresistenz und einer erhöhten Mortalität von Patienten mit Epilepsie bei Fazel et al.

Die Leistungsfähigkeit von Epilepsiepatienten wird unter anderem durch die Grunderkrankung, das Anfallsleiden und im positiven oder negativen Sinne durch Medikamente modifiziert Elger et al. Neuropsychologische Untersuchungen sind wichtige Kontrollparameter der Erkrankung und deren Behandlung.

In der Praxis können z. Auswirkungen der Medikation durch einfache Testverfahren im Längsschnitt verfolgt werden z. Defizite in Leistung und Verhalten liegen häufig bereits bei Beginn der Epilepsie vor bzw. Neuropsychologische Untersuchungen zu Erkrankungs- und vor Behandlungsbeginn helfen, dies zu dokumentieren und dienen als Ausgangspunkt für Verlaufskontrollen hinsichtlich Erkrankung und Behandlung Helmstaedter et al.

Neuropsychologische Testungen bei Epilepsiepatienten sollten mit einer speziellen Expertise verbunden sein, da die Interaktion zwischen Medikation, Anfällen, postiktualen Zuständen und Lokalisation fokaler Epilepsien berücksichtigt werden muss Helmstaedter, Nach dem ersten Anfall kann, — nach mehreren Anfällen sollte — eine Therapie der Epilepsie begonnen werden, da von einer chronischen Anfallsdisposition ausgegangen werden muss, sofern es sich nicht um akut symptomatische Anfälle handelt.

Ist der erste Anfall ein tonisch-klonischer bzw. Grand-Mal-Anfall, ist besonders nach vorhergehenden fokalen Anfällen und morgendlichen Myoklonien zu fragen, da diese Anfälle vom Patienten oft nicht wahrgenommen werden oder von ihm oder seinen Angehörigen nicht als epileptische Anfälle erkannt werden.

Ohne Therapie steigt das Rezidivrisiko. Ein einziger epileptischer Anfall ohne Zusatzbefund stellt nur bei Wunsch des Patienten eine Indikation für eine antiepileptische Therapie dar. Treten Anfälle in mehrjährigen Abständen auf sog. Entgegen ihrer Bezeichnung wirken die sog. Antiepileptika nicht antiepileptisch im eigentlichen Sinn, d. Dies bedeutet, dass eine pharmakologische Therapie nicht als kurativ, sondern als symptomatisch angesehen werden sollte und Antiepileptika besser als Antikonvulsiva bezeichnet werden sollten.

Aus Rücksicht auf Konventionen und die meist englischsprachige Fachliteratur antiepileptic drug, AED wird in dieser Leitlinie der Begriff Antiepileptika durchgehend verwendet. Insgesamt stehen mehr als 20 Medikamente zur Anfallsbehandlung zur Verfügung s. Verträglichkeit bezieht sich auf klassische pharmakodynamische Nebenwirkungen dosisabhängig wie Müdigkeit, Schwindel, Doppelbilder sowie auf idiosynkratische Nebenwirkungen, die weitgehend dosisunabhängig sind z.

Langzeit-Unverträglichkeiten können durch die Toxizität der Medikamente z. Zur Entscheidung sollte insbesondere die individuelle Situation der Patienten Patientenwunsch, Körpergewicht, Geschlecht, kognitive Leistungsfähigkeit, psychiatrische Komorbidität, Komedikation etc.

Daneben ist die Pharmakokinetik eines Medikaments wegen der Langzeiteffekte und -probleme durch Enzymhemmung und -induktion s. Pharmakokinetik wichtig orale Kontrazeption, Interaktionen mit anderen Medikamenten etc. Da die Mehrzahl aller Patienten eine Langzeittherapie oft lebenslang benötigt, sind Medikamente ohne Enzyminduktion oder -hemmung — wenn möglich — zu bevorzugen.

Da im Lebensverlauf in der Regel weitere behandlungsbedürftige Krankheiten auftreten, müssen medikamentöse Interaktionen bedacht werden. Auf der Basis der obigen Argumentation sind bei fokalen Epilepsien s. Bei Kombinationen sind die Empfehlungen schwieriger. Ist die Erstmedikation eines der anderen Antiepileptika, können pharmakokinetische und -dynamische Probleme auftreten z.

Allerdings wurde unter LTG beim Dravet-Syndrom, aber auch bei juveniler myoklonischer Epilepsie, eine gelegentliche Zunahme myoklonischer Anfälle beschrieben.

LEV wird darüber hinaus — mit Ausnahme einer nicht hepatischen Hydrolyse — nicht metabolisiert und muss nicht langwierig aufdosiert werden.

Die Empfehlung gilt hier, wenn möglich unter Berücksichtigung aller individuell wesentlichen Gesichtspunkte s. Patientinnen , VPA auch weiterhin als Erstmedikation einzusetzen. Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass bei idiopathisch-generalisierten Epilepsien LEV nur eine Zulassung als add-on-Therapie hat. Nach klinischen Erfahrungen ist ESM auch ein sinnvolles Add-on Präparat bei der Behandlung von Absencen bei anderen idiopathisch generalisierten Epilepsien, die durch die Standardmedikation nicht kontrolliert werden.

Bei erfolgloser Ersttherapie sollte entsprechend des Schemas zur Pharmakoresistenz Abb. Zur optimalen Kombination der Antiepileptika bei einer Kombinationstherapie liegen keine brauchbaren klinischen Studien vor. Kombinationstherapien bedeuten ein erhöhtes Risiko für Unverträglichkeiten, insbesondere dann, wenn die pharmakokinetischen Eigenschaften dies begünstigen.

Blutspiegel zur Interpretation toxischer Nebenwirkungen versagt bei Kombinationen nicht selten, da auch nicht gemessene Pro-Drugs und Abbauprodukte eine Rolle spielen. In der klinischen Praxis wird üblicherweise ein zweites, später u. Bei Anfallsfreiheit ist die Fortsetzung der Kombinationstherapie naheliegend, wenn dies der Patient wünscht. Bei Unverträglichkeit kann auf eine Monotherapie mit dem zuletzt hinzugegebenen Medikament übergegangen werden.

Die Umsetzung auf ein zweites Medikament hat bei nicht ausreichender Wirkung der Ersttherapie eine Erfolgschance bzgl. Insgesamt ist jedoch die Perspektive einer Kombination von Medikamenten bei schwer behandelbaren Epilepsien ca. Eine Metaanalyse auf der Basis placebokontrollierter Studien kann allerdings auf den oft komplexen klinischen Alltag nicht ohne weiteres extrapoliert werden.

Detaillierte pharmakologische Kenntnisse der Antiepileptika helfen, bei Kombinationstherapien Nebenwirkungen zu vermeiden und den klinischen Nutzen einer neuen Substanz voll auszuschöpfen. Insbesondere pharmakodynamische Nebenwirkungen verhindern dies.

Die Langzeiterfolge der Epilepsietherapie sind im Vergleich zu anderen chronischen Erkrankungen des Gehirns daher vergleichsweise sehr positiv anzusehen.

Die Enzyminduktion verursacht eine Wirksamkeitsabschwächung von häufig gebrauchten und oft lebenswichtigen Medikamenten:. Wichtigster Enzymhemmer ist VPA.

Auch verstärkte Wirkungen anderer Medikamente müssen unter diesem Gesichtspunkt betrachtet werden. Der chronische Gebrauch von enzyminduzierenden Antiepileptika kann auch zu veränderten Laborwerten führen. Bei Umstellung auf nicht-enzyminduzierende Antiepileptika normalisieren sich diese Labor-Parameter Mintzer et al. Auch können Enzyminduktoren zu einem kritischen Vitaminmangel Folsäure oder Vitamin B12 und höheren Homocystein-Spiegeln führen, die ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko zur Folge haben Linnebank et al.

Der Gebrauch von enzyminduzierenden Antiepileptika ist zudem ein Risikofaktor für ein erhöhtes Frakturrisiko bei Epilepsiepatienten Vestergaard et al. Daher sind bei gleicher Wirksamkeit der in Gruppe I genannten Antiepileptika — sofern sie eine Zulassung zur Ersttherapie haben — Medikamente nach den Bedürfnissen der Patienten - nämlich Verträglichkeit und Beeinflussung von Komorbiditäten — und unter Berücksichtigung einer Langzeittherapie auszuwählen.

Einsparungen im Gesundheitswesen erzwingen zunehmend den Ersatz von Originalpräparaten. Diesem Risiko sollte der Patient nicht ausgesetzt werden. Fallberichte zeigen allerdings, dass es nach langjähriger Anfallsfreiheit durch den Wechsel von einem Originalpräparat auf ein Generikum zu einem Anfallsrezidiv kam. Es muss die besondere Situation der Epilepsie berücksichtigt werden, bei der das Symptom Anfall selten, u. Eine Ersteinstellung auf generische Präparate ist sinnvoll, um den Kostendruck vor allem im niedergelassenen Bereich zu vermindern.

Ein Umsteigen vom Originalpräparat kann auch dann erwogen werden, wenn der Patient es aus Kostengründen wünscht, weil er beim Originalpräparat erheblich zuzahlen muss. Hier ist über eine Medikamentenanamnese in Betracht zu ziehen, wie schwierig oder leicht es war, den Patienten einzustellen.

Keinesfalls dürfen aus Kostengründen die Anfallsfreiheit und die wiedergewonnen sozialen Vorteile eines Patienten gefährdet werden, was z. Neben dem oben aufgeführten Problem wird durch wirtschaftliche Analysen deutlich, dass Generika wegen der Folgekosten Krankenhausaufenthalte, Notfallversorgung häufig nicht den erwünschten Einspareffekt haben Helmers et al. Ein besonderes Problem ergibt sich während Klinikaufenthalten.

Da ein Klinikum das entsprechende Generikum nicht immer vorrätig halten kann, kommt es hier oft zwangsläufig zum Wechsel des Medikaments. Die Kontrolle erfolgt unter dieser speziellen Situation entweder durch entsprechende Blutspiegelkontrollen oder in besonderen Fällen auch durch die Aufforderung an den Patienten, sein Präparat mitzubringen und einzunehmen Krauss et al. Der Wechsel auf ein Originalpräparat sollte in dieser Situation vermieden werden, um den nachfolgenden Kostendruck zu reduzieren.

Mithilfe der Blutspiegel wird die aktuelle Serum-Konzentration eines Medikamentes bestimmt. Strittig ist oft die Frage, unter welchen Konditionen die Blutabnahme empfohlen wird. Da dies in der Praxis oft unrealistisch ist, wird empfohlen, die reguläre Einnahme nicht länger als 2—3 Stunden zu verschieben.

Gleichzeitig sollte der Einnahmezeitpunkt der letzten Dosis und der Zeitpunkt der Blutabnahme dokumentiert werden. Je kürzer die Halbwertzeit der zu bestimmenden Medikamente ist, umso wichtiger wird der Zeitpunkt der Untersuchung für die Beurteilung des Ergebnisses.

Diese werden in Deutschland nur noch selten eingesetzt. Die Leitlinie empfiehlt, die Blutspiegel vorzugsweise im Steady-State zu bestimmen. Lebensjahres beginnt ein Drittel aller Epilepsien. Die Behandlung mit Antiepileptika ist durch Veränderungen der Pharmakokinetik und Pharmakodynamik in dieser Patientengruppe besonders nebenwirkungsreich.

Der ältere Patient ist bzgl. Es liegen wenige Studien mit ausreichender Patientenzahl vor. Die klinische Erfahrung zeigt hingegen, dass insbesondere bei alten Menschen VPA sehr viele Nebenwirkungen haben kann. Ein eintägiger Durstversuch lässt das Natrium ansteigen und differenziert gut zwischen Nebenwirkungen der Medikamente und einer Hyponatriämie.

Eine Besonderheit stellen altwerdende Epilepsiepatienten dar. Bei ihnen wird die über Jahre eingenommene Substanz, auch wenn dies z. PB ist, oft gut vertragen. Ein Umsetzen auf theoretisch besser verträgliche Substanzen sollte daher möglichst vermieden werden, da es häufig zu erneuten Anfällen kommt. Bei intelligenzgeminderten Menschen besteht eine hohe Prävalenz von epileptischen Anfällen, und zwar steigend mit Zunahme der intellektuellen und häufig assoziierten körperlichen Einschränkung Robertson et al.

Die Lebensqualität ist besonders dann durch anfallsbedingte Unfälle und Nebenwirkungen von Medikamenten erheblich eingeschränkt, wenn die Epilepsie mit sehr häufigen Anfällen, mit Sturzanfällen und mit hoher Therapieresistenz und damit oft Polytherapie einhergeht. Darüber hinaus besteht eine erhöhte Sterblichkeit, zum einen durch die Störung, die zur Epilepsie geführt hat, zum anderen durch das erhöhte SUDEP-Risiko insbesondere bei behinderten Menschen mit persistierenden tonisch-klonischen Anfällen Robertson et al.

Bei diesen Patienten kann die Unterscheidung zwischen epileptischen Anfällen, Verhaltensauffälligkeiten und Bewegungsstörungen Tics, Stereotypien, extrapyramidale Bewegungsmuster u. Die Betreuer sind in die Beratung und die Therapie der Epilepsie einzubeziehen.

Informationen über das Krankheitsbild und die Behandlung sollten in nachvollziehbarer Weise für Betroffene und Betreuer übermittelt werden. Intelligenzgeminderte Menschen mit Epilepsie sollten, auch wenn sie schwer einstellbar und Nebenwirkungen schwierig einzuschätzen sind, genauso wie andere Patienten behandelt werden, also primär monotherapeutisch und primär mit gut verträglichen nebenwirkungsarmen Medikamenten.

Verträglichkeit kann durch die eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit manchmal nur durch Beobachtungen von Angehörigen und Betreuern eingeschätzt werden. Epilepsie- und medikamentenunabhängige Verhaltensauffälligkeiten, durch Antiepileptika verstärkt, bedürfen einer sehr engen Kooperation mit Betreuern und guter Kenntnis des behinderten Menschen Martin et al.

Oft sind interdisziplinäre Behandlungsteams z. Die Wechselwirkungen der antiepileptischen Medikation mit oralen Kontrazeptiva und die Möglichkeit einer späteren Schwangerschaft sollte bei jungen Frauen frühzeitig — möglichst vor Beginn der sexuellen Aktivität — besprochen werden s. Dadurch kann eine bestehende Anfallsfreiheit gefährdet sein Sabers, Der Arzt ist verpflichtet, hierüber aufzuklären. Die Vorteile einer geplanten Schwangerschaft sollten frühzeitig kommuniziert werden.

In einem solchen Fall ist es möglich, Medikamentendosis und Kombinationstherapien den Bedürfnissen in der Schwangerschaft und bei der Geburt anzupassen Abe et al. Gleichzeitig ist damit eine ausführliche Beratung möglich. Frauen mit Epilepsie sind oft beunruhigt bzgl. Neben der genetischen Komponente, die ggf. Eine Zunahme von Anfällen im 2. Es liegen keine durch Studien belegten Empfehlungen für den Zeitpunkt und die Häufigkeit von Blutspiegelkontrollen vor. Empfohlen wird bei Patientinnen, die nachweislich bei Abfall der Serumkonzentrationen Anfälle bekamen, sehr engmaschig zu kontrollieren.

Ob eine mangelnde Compliance oder bestimmte Medikament eine Rolle spielen, ist ungeklärt. Eine Aufklärung darüber, besonders zur Verbesserung der Compliance, wird empfohlen. Die teratogenen Effekte von Antiepileptika wurde in zahlreichen Schwangerschaftsregistern dokumentiert Artama et al. In einer dänischen Populationsstudie von insgesamt Lebendgeburten findet sich eine Missbildungsrate z. Gaumenspalte, Hypospadie, Spina bifida von 2.

Eine Dosisabhängigkeit wird vermutet Vajda et al. Das finnische Register identifiziert weitere Risikofaktoren wie niedrigerer sozioökonomischer Status oder Rauchen , die bei Frauen mit Epilepsie häufiger zu finden sind und zu einer erhöhten perinatalen oder pränatalen Komplikationsrate beitragen können Artama et al.

Positive Effekte durch die Verabreichungsform oder die Verteilung der Tagesdosis konnten bisher nicht nachgewiesen werden Mawhinney et al. Die aus den Registern abgeleiteten Werte sind artifiziell und ihre Grenzen allein durch Anforderungen an die Studien-Power festgelegt. Die Patientin sollte durch ihre Unterschrift die Aufklärung bestätigen.

Bei bereits eingetretener Schwangerschaft sollte die Therapie in der Regel nicht mehr umgestellt werden, um keine Rezidive bzw.

Die Organanlage ist mit der Schwangerschaftswoche weitgehend abgeschlossen, so dass Medikamenten-Interventionen vor allem in der Frühschwangerschaft besonders problematisch sind. Zur Dosierung der Folsäure liegen keine belastbaren Daten vor. Die Empfehlung ist hier, nur dann eine spezielle Diagnostik durchzuführen, wenn aus einem Befund auch Konsequenzen im Sinne eines Abbruchs gezogen würden. Es empfiehlt sich, im Gespräch über Schwangerschaft diesen Punkt ausführlich zu diskutieren.

Eine Sectio caesarea aus Angst vor Anfällen ist aus epileptologischer Sicht trotz gegenteiliger gynäkologischer Auffassung nicht indiziert. Während der Geburt sollten die Antiepileptika weiter eingenommen werden. Die pränatale Gabe von Vitamin K, um Blutungsrisiken des Neugeborenen zu reduzieren, ist nur mit niedriger Evidenz belegt.

Die Studien zeigen eine Dosisabhängigkeit, so dass auch hier eine Niedrigdosisempfehlung gilt. Woche — nicht erfolgen. In einer Analyse von Populationsdaten aus Dänemark hinsichtlich Autismus bzw. Störungen des Autimusspektrums fand sich eine doppelt so hohe Prävalenz dieser Störungen bei Kindern, die im Mutterleib VPA exponiert waren, unabhängig davon, ob es als Epilepsietherapie oder im Rahmen anderer Erkrankungen z. Eine Schwäche dieser Studie ist jedoch, dass nicht alle psychiatrischen Diagnosen der Eltern erfasst wurden und auch Spiegelkontrollen nicht verfügbar waren.

Ohne Evidenz, aber sinnvoll sind die folgenden Empfehlungen nach der Geburt. Wichtig ist eine intensive Aufklärung der Patientin, die besonders folgende Punkte berücksichtigen sollte:.

Die überwiegende Mehrzahl ca. Die Überlegenheit der Wirksamkeit epilepsiechirurgischer Verfahren bei Temporallappenepilepsie gegenüber der rein medikamentösen Weiterbehandlung ist inzwischen durch eine randomisierte Monats-Studie belegt Wiebe et al. Der Versuch, in einer vergleichbaren randomisierten prospektiven Studie den Wert der frühen Epilepsiechirurgie des Temporallappens zu belegen, scheiterte an der zu geringen Zahl der Teilnehmer.

Die Leitlinienempfehlung ist daher, Epilepsiepatienten nach dem Versagen des zweiten Medikamentes, einzeln oder in Kombination entsprechend der neuen Definition der Pharmakoresistenz bei Epilepsien Kwan et al.

Prinzipiell kann die Entscheidung über die Möglichkeit einer Operation und eine Aussage über deren Erfolgsaussichten nur von dazu spezialisierten Zentren getroffen werden. Auch wenn die Einteilung epilepsiechirurgischer Kandidaten in einfache, schwierigere und sehr schwierige vorgeschlagen wird Abb.

Die epilepsiechirurgischen Zentren sollten eine entsprechende Zertifizierung aufweisen. Die oben vorgeschlagenen Zuweisungskriterien sollten daher für alle Patienten mit Anfällen obligatorisch sein. Bei epilepsiechirurgischen Eingriffen handelt es sich um elektive Eingriffe, bei denen jedes zusätzliche unnötige Risiko vermieden werden sollte.

Kontrovers wird die Frage diskutiert, ob VPA wegen der erhöhten Blutungsneigung bei invasiv-diagnostischen Verfahren oder vor epilepsiechirurgischen Eingriffen abgesetzt werden soll. Eine Studie zeigt kein erhöhtes Risiko Anderson et al. Die operativen Verfahren setzen eine prächirurgische Epilepsiediagnostik voraus. Neben der Herdlokalisation wird hier geprüft, ob die identifizierte anfallsgenerierende Struktur auch ohne zusätzliche neurologische und neuropsychologische Defekte entfernt werden kann.

Die prächirurgische Epilepsiediagnostik kann überaus diffizil und aufwändig sein. Dies beginnt bei speziellen kernspintomographischen Untersuchungen, insbesondere bei den Patienten, die bisher als nicht-läsionell galten, und endet bei hochdifferenzierten neuropsychologischen Testverfahren bis hin zu intrazerebralen Elektrodenimplantationen, iktualem SPECT und dem intracarotidalen Amobarbitaltest, der nur mehr bei speziellen Fragestellungen angewendet wird.

Der intracarotidale Amobarbitaltest Wada-Test ist umstritten, weil er angeblich durch die funktionelle MRT oder die transkranielle Dopplersonographie ersetzt werden kann Knake et al.

Mit Hilfe des Wada-Testes wird gezeigt, welche Leistungen das Gehirn erbringen kann, wenn eine Hirnregion ausgeschaltet ist.

Bei den anderen genannten Verfahren werden die Regionen des Gehirns ermittelt, die aktuell bei der Sprachleistung benutzt werden. Dies sind unterschiedliche Aussagen Wellmer et al. Da der Eingriff primär der Anfallskontrolle dient, ist auch bei diesen Patienten eine prächirurgische Epilepsiediagnostik erforderlich, mit z. Die Folgen des Eingriffs, insbesondere im Bereich des Schläfenlappens für das Gedächtnis, sind nur nach spezieller Testung abzuschätzen.

Die Indikation für einen epilepsiechirurgischen resektiven Eingriff ist die Pharmakoresistenz des Patienten. Dabei ist es sinnvoll, die Patienten in geeignete und weniger geeignete Kandidaten für einen epilepsiechirurgischen Eingriff einzuteilen s. Damit wurde diese Analyse sehr relativiert. Die Empfehlung kann hier nur lauten, dass eine Einteilung der Patienten in leicht oder schwierig zu operierende Kandidaten nur durch ein spezialisiertes Zentrum getroffen werden kann.

Im Gegensatz zu den resektiven Verfahren, deren primäres Ziel die Anfallsfreiheit ist, steht bei der Kallosotomie die positive Beeinflussung der Sturzanfälle im Vordergrund.

Die kognitiven Folgen einer Kallosotomie können auch bei Patienten mit niedrigem IQ lebensbeeinträchtigend sein. Durch eine kontinuierliche mit verschiedenen Frequenzen und unterschiedlichen Abständen zwischen den Reizserien oder durch eine Stimulation kurz nach Beginn eines Anfalls wird versucht die Anfallsaktivität zu reduzieren. Die dahinterstehenden biologischen Konzepte sind sehr unterschiedlich. Manche Verfahren sind noch weit von einer breiten klinischen Anwendung entfernt.

Die VNS ist das am weitesten verbreitete Stimulationsverfahren. Weltweit sind mehr als Das Verfahren gilt als palliativ, da nur in offenen randomisierten Studien in wenigen Fällen eine Anfallsfreiheit erreicht wurde.

Die Vagusnervstimulation hat zusätzlich den potentiellen Vorteil eines antidepressiven Effekts Elger et al. Die Auswirkungen der tiefen Hirnstimulation des anterioren thalamischen Nucleus wurde in einer umfangreichen multizentrischen prospektiven Studie bei Patienten mit pharmakoresistenten Epilepsien geprüft Fisher et al. Die anhaltende Wirksamkeit und Sicherheit der Methode konnte in einer rezenten Studie bestätigt werden Salanova et al. Ein Problem könnten Berichte von Depressionen und Kognitionseinschränkungen sein.

Der Einsatz sollte speziellen Zentren vorbehalten bleiben. In Deutschland hat sich diese Form der Behandlung mangels Erfolg bislang nicht weit verbreitet. Eine neue Studie mit Stimulation des Nucleus accumbens könnte erfolgversprechender sein kleine Fallzahl, Kowski et al. Auch bei der Stimulation des Hippocampus lässt die kleine Fallzahl eine Bewertung bis jetzt nicht zu Boon et al.

Sie ist in den USA zur Behandlung zugelassen und zeigt Responderraten vergleichbar mit denen der anderen Stimulationsverfahren. Wann und ob das Verfahren, das relativ kostenintensiv ist, in Europa zugelassen wird, ist nicht bekannt. Es gibt eine Reihe komplementärer Verfahren zur Zusatztherapie, für die meist keine kontrollierten Studien vorliegen. Ihr Einsatz kann daher nicht Gegenstand einer Leitlinie sein.

Zu den alternativen Therapieverfahren im Erwachsenenalter gehört u. Die Anfallsselbstkontrolle ist durch kontrollierte Studien nicht belegt. Die anfallsreduzierende Wirkung von Cannabinoiden wird aktuell diskutiert, ein Beleg dafür konnte bisher nicht erbracht werden Devinsky et al. Eine generelle Empfehlung, wann und bei welchen anfallsfreien Patienten die Medikamente abgesetzt werden können, ist bei den vielfältigen Ursachen der Epilepsie nur unzureichend möglich.

Es liegt nur eine doppeltblinde, randomisierte Absetzstudie bei anfallsfreien Erwachsenen vor Lossius et al. Hiernach ist das Rezidivrisiko nach dem Absetzen 2,mal höher, allerdings nicht statistisch signifikant. Auch die neueste Cochrane-Analyse Strozzi et al. Jede Empfehlung basiert auf der sorgfältigen Beachtung aller individuellen Gegebenheiten.

Bei bestimmten kindlichen Epilepsiesyndromen verschwindet die Epileptogenität in der Adoleszenz benigne fokale Epilepsie des Kindesalters, Absence-Epilepsie des Kindesalters. Daher ist, wenn die Ursache der Epilepsie weiter persistiert, auch nach langjähriger Anfallsfreiheit beim Absetzen der antikonvulsiven Medikation mit einem Rezidiv zu rechnen.

Dieses kann Monate bis Jahre später eintreten und trifft den Patienten unter Umständen sehr überraschend und damit auch gefährdend. Selbst nach einer Entfernung des epileptischen Herdes durch ein epilepsiechirurgisches Verfahren kommt es beim systematischen Absetzen bei einem von 3 Patienten zu Rezidiven Schmidt et al. Nach einem epilepsiechirurgischen Eingriff sollte die Medikation daher vereinfacht und abgesenkt werden.

Ein vollständiges Absetzen sollte ausführlich und kritisch mit dem Patienten besprochen und auf der Basis einer individuellen Abwägung entschieden werden. Nach langjähriger Anfallsfreiheit lässt häufig die Compliance nach. Viele Patienten vergessen ab und zu die Medikamenteneinnahme, ohne dass ein Anfall auftritt. Kommt es nach langjähriger Anfallsfreiheit erneut zu einem Anfall, ist es empfehlenswert, in der dann meistens erfolgenden Notaufnahmesituation eine Blutspiegeluntersuchung zu veranlassen.

Eine entsprechende Beratung sollte bereits während der Ersteinstellung erfolgen. Epilepsiepatienten haben gegenüber der Normalbevölkerung ein erhöhtes Risiko, vorzeitig zu versterben Standard Mortalitätsrate etwa 2—3,3; Nevalainen et al. Ursächlich sind vor allem zerebrovaskuläre und neoplastische Erkrankungen, Pneumonien sowie seltene tödliche Unfälle. Tod durch Ertrinken ist fast fach häufiger als bei der Normalbevölkerung Bell et al. Eine Aufklärung hierüber — auch bzgl.

Schwimmen und Baden in der Badewanne — wird dringend empfohlen. Die häufigste Epilepsie-assoziierte Todesursache ist der sog. SUDEP, der wahrscheinlich durch eine Anfalls-assoziierte vegetative und kardiovaskuläre Dysfunktionen verursacht, die mit Herzrhythmusstörungen, Elektrolytveränderungen und einer Ateminsuffizienz einhergeht Surges et al. Bei zehn Fällen von SUDEP konnten die kardiorespiratorischen Parameter dokumentiert werden; dabei zeigte sich in der frühen postiktualen Phase eine terminale kardiorespiratorische Dysfunktion.

Das Risiko pro 1 Patientenjahre betrug 5,1. Der häufigste Risikofaktor waren generalisierte tonisch-klonische Anfälle. In einigen Fallberichten wurde beschrieben, dass unter stationären Bedingungen der tödliche Ausgang Anfalls-assoziierter kardiorespiratorischer Störungen durch kardiopulmonale Reanimation und intensivmedizinische Versorgung verhindert werden konnte So et al.

Dem Patienten muss erklärt werden, dass ein epileptischer Anfall, der maximal zwei Minuten dauert, nicht unterbrochen werden kann. Lediglich länger dauernde Anfälle oder Anfallsserien sollten zu einer Akutmedikation führen. Für erwachsene Patienten ist die Gabe von Diazepam rektal etabliert. Aus praktischen Gründen werden andere Verfahren bevorzugt. Eine nasale Gabe von Midazolam wird schon vielfach angewandt, ist derzeit aber noch nicht offiziell zugelassen.

Die bukkale Gabe von Midazolam z. Das zur Anfallsbehandlung nicht zugelassene Lorazepam hat, auch in der Expidet-Version, bei der oralen Gabe eine Vorlaufzeit von ca. Der Patient kann durch Vermeidung von bekannten Risikofaktoren wahrscheinlich das Auftreten von Anfällen positiv beeinflussen. Eindeutige Daten liegen nicht vor. Ob bei Schlafentzug das Risiko eindeutig erhöht ist, hängt vom Einzelfall ab Lawn et al.

Die Bedeutung der Photosensibilität für die Benutzung von Computern und Fernsehern ist bei modernen Geräten nicht mehr gegeben. Für die Lebensqualität bei Epilepsie sind nicht nur die Diagnose und die Therapie des Anfalls für den Patienten wichtig, sondern auch die Aufklärung über die Folgen der Epilepsie und die Auswirkungen auf das Alltagsleben.

Es gibt Hinweise, dass Patienten rasch die Compliance verlieren, wenn sie lange anfallsfrei sind oder einer vergessenen Medikation nicht prompt ein Anfall folgt Cramer et al.

Es ist daher sinnvoll, ausführlich die symptomatische Therapie der Antiepileptika und die Notwendigkeit einer Langzeit- oder Dauertherapie zu vermitteln. Weiterführende Informationsvermittlung kann auch über ein modulares Schulungsprogramm Epilepsie z. Eingeschlossen werden sollten die Möglichkeiten des Nachteilsausgleichs bei Schwerbehindertenausweis und die Aufklärung über Fragen zum Versicherungsschutz.

Da Patienten mit Epilepsie auch unter eingeschränkten Sozialkontakten leiden, ist ein Hinweis auf die Selbsthilfe sinnvoll www. Die Begutachtungsleitlinien für Deutschland haben mit der neuesten Version Die Schulgesetze der Bundesländer sehen Nachteilsausgleiche vor, die auch für Studierende gelten und ggf.

Darin wird berücksichtigt, dass bei der Beratung von Patienten mit Epilepsie im Arbeitsumfeld www. Netzwerk Epilepsie und Arbeit, www. Menschen mit Epilepsie können die meisten Sportarten ausüben. Detaillierte Informationen gibt es bei der Stiftung Michael www. Bezüglich des Schwimmens und des damit verbundenen Risikos zu ertrinken, sind die Standard-Mortalitätsraten deutlich erhöht Bell et al. Erfreulich ist der Rückgang der Ertrinkungsfälle im Laufe der Jahre, der wahrscheinlich auf die gute Aufklärung zurückzuführen ist Chang et al.

Das Reisen mit dem Flugzeug kann für Patienten mit Epilepsie problematisch sein, da die Fluggesellschaften sich Regresse bei Zwischenlandungen vorbehalten und eine entsprechende Stellungnahme des behandelnden Arztes mit Beurteilung der Flugtauglichkeit einfordern www. Die Frage der Medikamenteneinnahme bei Flugreisen über mehrere Zeitzonen hinweg ist auf den Webseiten von Epilepsie-Behandlungszentren abgehandelt z. Die Chancen auf Versicherung haben sich für Menschen mit Epilepsie verbessert, da die Versicherungsbedingungen nicht mehr einheitlich durch das Bundesaufsichtsamt geregelt werden.

Thomas Bast, Epilepsiezentrum Kork, Landstr. Dieter Schmidt, Arbeitsgruppe Epilepsieforschung, Goethestr. Bernhard Steinhoff, Epilepsiezentrum Kork, Landstr.

Für die österreichische Fachgesellschaft Prof. Für die schweizerische Fachgesellschaft Dr. Für die luxemburgische Fachgesellschaft PD Dr.

Ralf Berkenfeld, Epileptologische Schwerpunktpraxis, Hochstr. Alle Interessenerklärungen wurden geprüft und durch einen anonym arbeitenden, unabhängigen und sachkundigen Interessenkonfliktbeauftragten der DGN begutachtet.

Die Expertise überwiegt den potenziellen Bias. Die Leitliniengruppe repräsentiert mit ihren 17 Mitgliedern die wissenschaftliche und die klinische Kompetenz über das gesamte Gebiet der Epileptologie. Aus diesem Grund wurde ein Ko-Koordinator bestellt, der keine potenziellen Interessen aufweist. Die AWMF weist darauf hin: Sie sind auch nicht zwangsläufig problematisch, sondern als ein Risiko für Verzerrungen von Leitlinieninhalten Bias-Risiko anzusehen.

Entscheidend für die Legitimation und Glaubwürdigkeit von Leitlinien in der Wahrnehmung durch Öffentlichkeit und Politik sind daher nach internationaler Auffassung Transparenz und der faire, vernünftige Umgang mit Interessenkonflikten.

Nominaler Gruppenprozess und modifiziertes Delphi-Verfahren mehrstufige schriftliche Befragungsmethode, Rückkopplungsprozess, Information der Teilnehmer über die Gruppenantwort, Gruppenmitgliedern haben die Möglichkeit einer Überprüfung bzw. Alle Stellenanzeigen auf stellenmarkt-neurologie. NeuroNews — Aktuelles aus der Neuromedizin. Die Nachwuchsorganisation Junge Neurologen.

Inhaltsverzeichnis Was gibt es Neues? Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick Einführung: Epilepsie ist eine Erkrankung des Gehirns, die durch eine der folgenden Bedingungen definiert ist: Mindestens zwei nicht provozierte Anfälle oder Reflexanfälle, die im Abstand von mehr als 24 Stunden auftreten. Für eine operative Umsetzung der Definition gilt daher die in der Leitlinie gegebene Empfehlung für den Beginn der Therapie nach einem ersten unprovozierten Anfall s.

Dies ist vor allem ein wichtiger Aspekt beim Abschluss von Versicherungen. Die Definition, wann eine Epilepsie als überwunden gelten kann, basiert nicht auf Evidenz. Es liegen zur Zeit keine Studien vor, wie hoch das Rezidivrisiko ist bei Menschen, die mindestens zehn Jahre anfallsfrei sind, davon mindestens fünf Jahre ohne Antiepileptika.

Problematisch ist auch das Beenden einer Epilepsietherapie. Eine praktische operative Handlungsweise oder therapeutische Konsequenzen lassen sich aus der Definition nicht ableiten. Zonisamid ZNS ist zur Monotherapie fokaler Epilepsien mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Erwachsenen mit neu diagnostizierter Epilepsie zugelassen Baulac et al.

Darüber hinaus besteht jetzt eine Zulassung zur Zusatztherapie bei fokalen Anfällen ab dem Alter von 6 Jahren Guerrini et al. Perampanel PER ist in der EU und der Schweiz zur Zusatzbehandlung von fokalen Anfällen mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Epilepsiepatienten ab 12 Jahren und von primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit idiopathischer generalisierter Epilepsie zugelassen.

Diese Auffassung wird von der Fachgesellschaft nicht geteilt. Brivaracetam ist auch intravenös verfügbar. Über die Inzidenz und Reversibilität dieser Nebenwirkungen liegen bisher keine Daten vor. Unberücksichtigt bleibt in diesem Statement die Dosisabhängigkeit und der Einfluss von prophylaktischer Folsäuregabe auf die Kognitionsreduktion s.

Es wird eine schriftlich bestätigte Zustimmung der Patientin zur VPA-Therapie empfohlen, das Formular kann bei der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft heruntergeladen werden www. Mit schwacher Evidenz Patientenberichte, vereinzelte Aufzeichnungen wird vermutet, dass die zusätzliche Aktivierung der Vagus-nervstimulation zu Anfallsbeginn den Anfall verkürzen oder sogar beenden kann.

Bei der responsiven Neurostimulation RNS wird über einen implan-tierten Detektor und Stimulator invasiv über subdurale oder intrakranielle Elektroden in ein bis zwei Epilepsieherden zu Anfallsbeginn zur Unterbrechung stimuliert. Für Europa liegt noch keine Zulassung vor Heck et al.

Eine neue Studie Cook et al. In dieser Studie mit anderer Zielsetzung, bei der mittels implantierter Elektroden das intrakranielle EEG registriert und Anfälle zusätzlich durch Audioaufzeichnungen verifiziert wurden, bestand praktisch keine Korrelation zwischen den subjektiv aufgezeichneten Anfällen Patiententagebuch und den objektiv erfassten. Dies ist für die Bewertung von Arzneimittelstudien ein ganz erheblicher neuer Aspekt. Das Risiko pro Patientenjahre betrug 5,1. Eine zunehmende Zahl von Publikationen zeigt die Besonderheiten der Anti-körper-vermittelten Epilepsien.

Wegen der diagnostischen Bedeutung soll hier nur auf die brachiofazialen dystonischen Anfälle eingegangen werden. Die neuen Begutachtungsleitlinien zur Fahrtauglichkeit haben normativen Charakter erlangt. Für Österreich wurden die entsprechenden Begutachtungsleitlinien im Februar neu herausgegeben Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Österreich, Bei erkennbar erhöhter Epileptogenität beispielsweise bei einem korrespondierenden pathologischen Befund im MRT oder EEG oder einer familiären Epilepsieanamnese mit bekannt hohem Risiko kann bereits der erste Anfall die Diagnose einer Epilepsie begründen und zu einer medikamentösen Behandlungsempfehlung führen.

Die Therapieempfehlung nach einem ersten Anfall ist immer eine Individualentscheidung, bei der das Rezidivrisiko berücksichtigt werden muss. Ist diese unauffällig, sollte bei fehlender Anfallskontrolle die MRT in einer speziellen Einrichtung mit Expertise wiederholt werden. Aufgrund der sehr speziellen und oft sehr wenig auffallenden Befunde stellt eine MRT bei schwer behandelbaren Epilepsiepatienten besondere Anforderungen an die Durchführung und Befundung.

Da die Mehrzahl aller Epilepsiepatienten lebenslang therapiert werden muss, sollte auch im Hinblick auf Komorbiditäten und Ko-Therapien statt Enzyminduktoren und Enzymhemmern Antiepileptika ohne störendes Interaktionspotential der Vorzug gegeben werden. Die Patientinnen sind über die Risiken einer Behandlung und über die Anwendung einer wirksamen Verhütung aufzuklären.

Die Therapie mit zwei und mehr Antiepileptika stellt aufgrund pharmakokinetischer und pharmakodynamischer Interaktionen eine besondere Herausforderung dar. Medikamente ohne Interaktionspotential sind zu bevorzugen. Es gibt keine ausreichende Evidenz für besonders gute oder besonders schlechte Kombinationen. Entscheidend sind in jedem Fall die Nebenwirkungsarmut und die Anfallssituation des Patienten. Generika tragen wesentlich zum Einsparpotential bei.

Es muss wegen der variablen Bioverfügbarkeit und des damit verbundenen Rückfallrisikos z. Die Neu- und Dauereinstellung auf ein bestimmtes und konstant weiter zu verordnendes Generikum ist epileptologisch unproblematisch.

Spätestens nach zwei Jahren ineffektiver antiepileptischer Therapie sollen Patienten zur Überprüfung der Diagnose und weiterer Therapieoptionen einem Epilepsie-Zentrum zugewiesen werden; dies gilt insbesondere für Patienten mit MRT-Läsionen. Wenn die oft schwierige Differentialdiagnose eines anfallsartigen Ereignisses nicht allein durch anamnestische oder fremdanamnestische Aussagen geklärt werden kann, können neben einem aufwendigen Monitoring unter stationären Bedingungen von Angehörigen oder Dritten aufgenommene Videosequenzen Smartphone oder Fotografien hilfreich sein.

Dem Gesicht und der Augenposition kommt dabei besondere Bedeutung zu. Obwohl auch noch nach langjähriger Pharmakoresistenz Anfallsfreiheit durch Antiepileptika erreicht werden kann, sollte die Resistenzprüfung von der Eignung des Patienten für einen epilepsiechirurgischen Eingriff abhängen.

Bei geeigneten Kandidaten sollte dies im Erwachsenenalter in deutlich weniger als 5 Jahren erfolgen. Stimulationsverfahren erweitern die Epilepsietherapie, führen aber selten zu Anfallsfreiheit.

Spar mit! Reisen im Test - Note: Sehr gut

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